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EichenbĂĽhl
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Contents

• Geographie
• Name
• Etymologie
• Geschichte
• Politik
• Wappen
• Bildung
• Sport
• Ortsneckname
• Literatur
• Weblinks

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Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Bayerischer Untermain am Nordostrand des Odenwaldes und am Südrand des Spessarts (Wertheimer Hochfläche). Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 406,3 m ü. NHN h-chster-punkt-der-gemeinde-eichenb-hl(Lage)49.64859.3868 am Gipfel der Guggenberger Höhe, der niedrigste liegt an der Erf auf 145 m ü. NHN niedrigster-punkt-der-gemeinde-eichenb-hl(Lage)49.708589.31495. Durch Eichenbühl führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung

Es gibt 15 Gemeindeteilecite-ref-2[2]cite-ref-3[3] auf vier Gemarkungen:

• Eichenbühl (Pfarrdorf)

• Ebenheiderhof (Einöde, PLZ 97896)
• Ottenmühle (Einöde)

• Heppdiel (Pfarrdorf)
• Riedern (Pfarrdorf)

• Gaimühle (Einöde)
• Guggenberg (Dorf)
• Michelsmühle (Einöde)
• Schollheiterhof

• Windischbuchen (Dorf)

• Lauersmühle (Einöde)
• Schulzenmühle (Einöde)
• Storchhof (Weiler, PLZ 74731)

Name

Etymologie

Der Name Eichenbühl setzt sich zusammen aus den mittelhochdeutschen Wörtern eichîn für Eichen und buohel im Sinne von Buckel, Hügel. Er bezeichnet einen mit Eichen bewachsenen Hügel.cite-ref-lfo-4-0[4]

FrĂĽhere Schreibweisen

FrĂĽhere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:cite-ref-lfo-4-1[4]

Geschichte

Bis zur GemeindegrĂĽndung

Aus dem Ortsteil Riedern entstammt das gleichnamige lokale Adelsgeschlecht der von Riedern, deren Wappenmotiv einer roten Kanne auch heute noch ein Element des Gemeindewappens bildet.cite-ref-5[5] Der Ort im Erzstift Mainz wurde im Reichsdeputationshauptschluss 1803 den FĂĽrsten von Leiningen zugesprochen, 1806 durch Baden mediatisiert und 1810 an das GroĂźherzogtum Hessen-Darmstadt abgetreten. Im Rezess Hessen/Bayern (Frankfurt 1816) fiel es schlieĂźlich an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgeschichte

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Miltenberg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet EichenbĂĽhl lag. Wie ĂĽberall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingefĂĽhrt. EichenbĂĽhl war nun eine der 31 Gemeinden im Altkreis Miltenberg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Obernburg am Main zum neuen Landkreis Miltenberg zusammen.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1974 die Gemeinden Riedern und Windischbuchen und am 1. Januar 1976 Heppdiel eingegliedert.cite-ref-gemeindeverzeichnis1970bis1982-6-0[6]

Einwohnerentwicklung

| 1961 [ 6 ] | 1970 [ 6 ] | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2252 | 2553 | 2680 | 2811 | 2760 | 2809 | 2715 | 2632 | 2545 | 2514 |

Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 2704 auf 2478 um 226 Einwohner bzw. um 8,4 %. 1992 zählte Eichenbühl 2858 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik

BĂĽrgermeister und Gemeinderat

Erster Bürgermeister ist seit 2008 Günther Winkler (CSU), er wurde 2014 im Amt bestätigt und am 15. März 2020 mit 60,2 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.

Der Gemeinderat besteht nach der Wahl 2020 aus 14 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:cite-ref-7[7]

• CSU: 8 Sitze (57,27 %)
• SPD/UWG: 6 Sitze (42,73 %)

UWG=Unabhängige Wählergemeinschaft

Wappen

Bau- und Bodendenkmäler

→

Hauptartikel

:

Liste der Baudenkmäler in Eichenbühl

und

Liste der Bodendenkmäler in Eichenbühl

Siehe auch

:

St. Cäcilia (Eichenbühl)

und

St. Valentin (EichenbĂĽhl)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschlieĂźlich Land- und Forstwirtschaft

2017 gab es in der Gemeinde 299 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1033 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 734 Personen größer als die der Einpendler. 29 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 22 landwirtschaftliche Betriebe.

Erneuerbare Energien

2013 wurde in den Gemarkungen Heppdiel und Windischbuchen ein Windpark mit fünf Windkraftanlagen des Typs Nordex N117/2400 errichtet. Die Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12 MW wurden im Oktober 2013 in Betrieb genommen und sollen nach Angaben des Projektentwicklers Green City Energy jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Mit einer Nabenhöhe von 141 Metern Höhe und einem Rotordurchmesser von 117 Metern sind die Anlagen speziell für die Windbedingungen von Binnenlandstandorten ausgelegt. Der Windpark wurde teilweise über einen besonderen Bürgerbeteiligungsfonds finanziert. Dieser soll durch finanzielle Beteiligung der Bürger vor Ort die Wertschöpfung der Anlagen in der Region halten und so die Wirtschaft vor Ort stärken.cite-ref-9[9]

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

• 2 Kindertageseinrichtungen mit 100 Plätzen und 75 Kindern
• 1 Volksschule mit 7 Klassen und 131 Schülern

Sport

Eichenbühl verfügt über zahlreiche sportliche Einrichtungen, einen Tennis- und Reitclub sowie den Golfclub Erftal e. V. Jährlich findet das Int. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken statt. Das Bergrennen erfreut sich jedes Jahr großer Begeisterung. Die Bergrennstrecke Unterfranken ist 3,05 km lang und führt auf der Staatsstraße 507 von Eichenbühl nach Umpfenbach.

Ortsneckname

Hauptnahrungsmittel zwischen Spessart und Odenwald waren die Kartoffeln (Krummbern). Sie werden „mitsammen der Montur“ (mit der Schale), als Schnitze, Brei und Suppe mit frischen Kräutern, püriert oder gewürfelt, aufgetischt. Der Ortsneckname „Krummbernsäck“ galt nicht nur für die Eichenbühler, sondern (im Dialekt unterschiedlich) in der ganzen Gegend.cite-ref-10[10]

Persönlichkeiten

• Joseph Reuß (1904–1986), katholischer Theologe

Literatur

• Anton Rottmayer (Hrsg.): Statistisch-topographisches Handbuch für den Unter-Mainkreis des Königreichs Bayern. Sartorius’sche Buchdruckerei, Würzburg 1830, OCLC 248968455, S. 423–424 (Digitalisat).

Weblinks

Commons

: EichenbĂĽhl

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Gemeinde Eichenbühl
• Eichenbühl: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Gemeinde Eichenbühl in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. Juni 2020.
cite-note-33. ↑ Gemeinde Eichenbühl, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 6. Dezember 2021.
cite-note-lfo-44. ↑ Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 62 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-55. ↑ Wappen von Eichenbühl in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
cite-note-gemeindeverzeichnis1970bis1982-66. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 750 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
cite-note-77. ↑ Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 13. Juni 2020
cite-note-wappen-82. Wappen von EichenbĂĽhl in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
cite-note-99. ↑ Green City Energy AG: Windpark Bayerischer Odenwald. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. November 2013; abgerufen am 2. November 2013.
cite-note-1010. ↑ Werner Trost: Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer, Landkreis Miltenberg 2003